Ladenöffnungszeiten: Das soziale Basel hat gewonnen

Das Nein des Volkes, die Ladenöffnungszeiten am Samstag von 18-20 Uhr zu bewilligen, ist kein Votum gegen die Wirtschaft (auf die wir alle angewiesen sind), sondern ein Bekenntnis zu einem gemeinverträglichen und auf Ausgleich bedachten Basel. Auch will der Kanton die Arbeitnehmenden im Verkauf, die ohnehin anstrengende Arbeitsbedingungen, lange Präsenzzeiten und eher tiefe Löhne haben, nicht einem weiteren Liberalisierungsschritt aussetzen.

In der Innenstadt wird gelebt, gearbeitet, gefestet, eingekauft, manchmal auch geschlägert und gesprayt. Dort befinden sich Museen, Restaurants, Hotels, die Messe. Alle Interessen unter einen Hut zu bringen, ist unmöglich. Die ARB interpretiert das Resultat so, dass das Basler Volk die bestehenden Ladenöffnungszeiten in obigem Kontext als genügend erachtet. Immerhin können heute die Bedürfnisse des täglichenBedarfs 7 Tage in der Woche fast rund um die Uhr abgedeckt werden. Für speziellere Waren wie Kleider, Uhren, Schmuck, Möbel etc. reichen die bisherigen Öffnungszeiten. Auch haben die Grossverteiler die Möglichkeit, auf dem Boden des Kantons Basel-Landschaft ihre Geschäfte 24 Stunden offen zu halten, wenn sie wollen.

Verlängerte Öffnungszeiten sind nur akzeptabel, wenn entsprechende Gesamtarbeitsverträge existieren. Diese sind für einen Grossteil des Personals heute nicht vorhanden. Offen sind noch zwei parlamentarische Vorstösse in Bern. Die ARB wehrt sich insbesondere gegen die Motion Lombardi, welche gesamtschweizerisch am Samstag generell bis 19 Uhr offen haben will.

Für Rückfragen
Dr. Hans Furer, Geschäftsführer ARB, Tel. Nr. 079 337 64 88

Medienmitteilung vom 03.03.2013