Die Angestelltenvereinigung Region Basel ist enttäuscht über den Entscheid des Grossen Rates, die Ladenöffnungszeiten am Samstag bis 20 Uhr zu verlängern.

Die Angestelltenvereinigung Region Basel ist bereit, zusammen mit den Gewerkschaften das Referendum gegen die Vorlage zu ergreifen. Als Kompromiss hätte die ARB drei verkaufsoffene Sonntag akzeptiert, wenn im Gegenzug auf die Verlängerung der Ladenöffnungszeiten verzichtet worden wäre. Der Entscheid des Grossen Rates steht völlig quer in der Landschaft. Ein Signal war der Zürcher Entscheid vor zwei Wochen. Der Kanton lehnte mit über 70 Prozent eine Offenhaltung der Geschäfte am Sonntag ab.

Nachdem im Detailhandel ein vertragsloser Zustand herrscht, sind Verlängerungen der Ladenöffnungszeiten ein “No-Go”.

Die Situation ist in keiner Art und Weise mit dem Kanton Basel-Land vergleichbar – dort gibt es keine Ladenöffnungszeiten. In dezentralen Strukturen wie im Kanton Basel-Land ergibt sich ein natürliches Verhalten bezüglich der Öffnungszeiten. In Basel-Stadt wollen Grossverteiler die Erweiterung der Ladenöffnungszeiten. Dies hängt mit der Zentrumsfunktion der Stadt zusammen. Damit wird aber das sensible System zwischen Grossen und Kleinen massiv gestört, was nicht akzeptierbar ist. Schon jetzt ist die Freie Strasse zu einer Allerweltsstrasse verkommen, wie es sie in jeder Grossstadt mit den immer selben Geschäften gibt. Eine Innenstadt lebt aber gerade von spezifischen, kleinen und mittleren Spezialgeschäften und die haben kein Interesse an immer längeren Ladenöffnungszeiten, da dies nicht rentabel ist.

Die ARB würde es begrüssen, wenn wenigstens die bestehenden Ladenöffnungszeiten vom Montag bis Freitag genutzt werden. Wer in Basel fragt, wie lange die Läden offen halten, erhält als Antwort meistens: “bis 18:30″. Es ist offensichtlich, dass Wunsch und Praxis auseinanderdriften.

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Medienmitteilung vom 30.05.2012